Quelle: Judobund.de

Schleswig-Holsteiner wird 5. im Einzel und gewinnt Bronze mit der Mannschaft bei Olympia

Nach zwei Siegen stand Dominic Ressel im Poolfinale. Gegen den Japaner Takanori Nagase verlor er im Golden Score, gewinnt in der Trostrunde den Kampf gegen Alan Khubetsov und verliert dann den Kampf um Bronze.

Dominic Ressel erlöst die deutsche Nationalmannschaft vom Fluch des ersten verlorenen Kampfes. Nach einem Freilos gewann er gegen Wesam Abu Rmilah aus Palästina bereits nach knapp über einer Minute nach einem Ko-soto-gake Angriff des Palästinensers mit einem Uchi-mata-Konter links.

Gegen den Niederländer Frank de Wit hieß es dann wieder volle Konzentration. Immerhin ist er Fünfter der Olympia-Rangliste und WM-Dritter. Beide gingen ins Golden Score und nach 31 Sekunden nutzte Dominic Ressel einen Konter und bekam Waza-ari für einen Ura-nage. Bundestrainer Richard Trautmann lobte ihn danach: „Starker Kampf gewesen, richtig gut!“

Im Poolfinale wartete dann der Japaner Takanori Nagase auf ihn. Mit zwei Strafen für den Japaner gingen die Beiden ebenso ins Golden Score. Dominic brachte seinen Griff gut durch und kämpfte stark. Bei einem Ko-soto-gake-Ansatz des Japaners drehte er sich auf den Bauch, hatte jedoch den Arm unter dem Körper. Im Videobeweis entschieden sich die Kampfrichter, dafür dem Japaner einen Waza-ari zu geben. Dominic Ressel geht somit in die Trostrunde und hat dort mit zwei weiteren Siegen die Möglichkeit auf eine Bronzemedaille.

Den ersten Kampf in der Trostrunde gewinnt er nach reichlich zweieinhalb Minuten mit einem spektakulären Okuri-ashi-barai und steht damit im Kleinen Finale um Bronze.

Dort kämpft er gegen den Österreicher Shamil Borchashvili, gegen den er noch nie gekämpft hatte. Berets nach 13 Sekunden rang der Österreicher ihm einen Waza-ari ab und nach fast eineinhalb Minuten Kampfzeit geriet er in eine Festhalte und verlor damit den Bronzekampf.

Nach einem guten Olympiaauftritt hat Dominic Ressel mit dem fünften Platz die erste Platzierung für Judo-Deutschland erkämpft.

(Quelle: Judobund.de)

Autorin: Birgit Arendt

DJB-Team - Bronze

Das deutsche Mixed-Team gewinnt nach einem starken Kampf gegen die Niederlande Bronze. Mit dieser Medaille im ersten olympischen Team-Wettkampf gelingt ein schöner Abschuss der olympischen Spiele.

Die deutsche Mannschaft siegte zum Auftakt gegen das Flüchtlingsteam mit 4:0, muss sich aber anschließend Japan mit 2:4 geschlagen geben. Die beiden Kämpfe für den Deutschen Judo-Bund (DJB) gewannen Theresa Stoll, die die Olympiasiegerin Uta Abe besiegte, und Igor Wandtke gegen den Olympiasieger Shohei Ono. Damit stand es zunächst 2:0 und eine Sensation bahnte sich gegen den Top-Favoriten an. Japan jedoch gewann die kommenden vier Kämpfe und damit den Mannschaftskampf.

In der Trostrunde gewinnt das Team mit 4:2 gegen die Mongolei und steht damit im Kampf um Bronze gegen die Niederlande.

Spannendes Duell gegen den Nachbarn

Im Kleinen Finale gewannen die Athleten mit 4:2 gegen die Niederlande. Nach 3:2 stand im letzten Kampf Sebastian Seidl dem Niederländer Tanike Tsjakadoea gegenüber. In einem starken ausgeglichenen Kampf gingen die beiden Athleten ins Golden Score. Dort erhielt Sebastian Seidl dann die zweite Strafe, sodass sein bis dahin vorhandener Vorteil aufgebraucht war. Nach fast fünf Minuten Kampfzeit dann die dritte Bestrafung für den Niederländer und damit gewinnt Sebastian Seidl und die Mannschaft mit 4:2 die Bronzemedaille.

Zuvor kämpfte Giovanna Scoccimarro als erste Athletin und verlor gegen Sanne van Dijke, gegen die sie bereits das Kleine Finale im Einzelwettkampf verlor. In einem starken Kampf besiegte dann Dominic Ressel den schwereren vant End im Golden Score nach fast fünf Minuten durch Strafen. Damit stand es 1:1.

Anna-Maria Wagner wurde in der +70-kg-Klasse eingesetzt und ihrer Favoritenrolle gerecht. Sie gewann sechs Sekunden vor Schluss mit Waza-ari. Karl-Richard Frey verlor dann jedoch gegen das Judo-Urgestein, den 36-jährigen Henk Grol und es stand 2:2.

Die Mannschaftskämpfe werden nach dem Prinzip geführt, dass mit vier Siegen das Endergebnis feststeht. Es mussten also beide deutschen Athleten die nächsten beiden Kämpfe gewinnen, ansonsten wird ein Entscheidungkampf stattfinden, der für die 70-kg-Klasse vorgesehen war. Also hätte Giovanna Scoccimarro ein weiteres Mal kämpfen müssen. Es wäre das dritte Mal gegen die Niederländerin Sanne van Dijke in diesen olympischen Wettkämpfen gewesen.

Aber Theresa Stoll kämpfte sehr konzentriert gegen Sanne Verhagen und punktete nach weniger als zwei Minuten mit Waza-ari für einen O-soto-gari. Allerdings egalisierte Verhagen eine Minute vor Schluss ebenfalls mit Waza-ari. Die beiden gingen ins Golden Score und nach 57 Sekunden warf Theresa Stoll auf Ippon. Es stand 3:2.

Im letzten und entscheidenden Kampf dann Sebastian Seidl in einem sehrt spannenden Kampf mit dem oben genannten Ergebnis.

Mit einer sehr starken Mannschaftsleistung erkämpften sich die deutschen Athleten die Bronzemedaille.

Quelle: Judobund.de

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.