Politik trifft Judo: Lasse Petersdotter zu Gast am Landesstützpunkt Tarp

Einen besonderen Gast konnte der Judo-Verband Schleswig-Holstein (JVSH) am Landesstützpunkt in Tarp begrüßen: Lasse Petersdotter, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Schleswig-Holsteinischen Landtag, besuchte im Rahmen seiner Sommertour ein Stützpunkttraining und nutzte die Gelegenheit, den Judosport nicht nur aus nächster Nähe kennenzulernen, sondern auch selbst auf der Matte aktiv zu werden.

Begleitet wurde der Besuch von JVSH-Präsident Thorsten Lange, Sportdirektor und Landestrainer Nachwuchs Andreas Vogel sowie Landestrainer U18+ Jan Okur. Neben dem gemeinsamen Training stand insbesondere der Austausch über die Rahmenbedingungen des Leistungssports und die Sportförderung in Schleswig-Holstein im Mittelpunkt.

Austausch über Sportförderung und den Landesstützpunkt

Der Landesstützpunkt Tarp ist ein wichtiger Baustein in der leistungsorientierten Nachwuchsarbeit des Judo-Verbandes Schleswig-Holstein. Hier erhalten talentierte Judoka zusätzliche Trainingsmöglichkeiten und können gemeinsam unter qualifizierter Anleitung an ihrer sportlichen Entwicklung arbeiten.

Im Gespräch mit Lasse Petersdotter ging es deshalb unter anderem um die Bedeutung solcher Trainingsstrukturen, die Förderung des Nachwuchsleistungssports und die Voraussetzungen, die notwendig sind, damit junge Athletinnen und Athleten in Schleswig-Holstein ihren sportlichen Weg erfolgreich gehen können.

Für den JVSH bot der Besuch zugleich die Möglichkeit, die praktische Arbeit eines Landesstützpunktes unmittelbar zu vermitteln. Denn leistungsorientierter Sport besteht nicht allein aus Wettkämpfen und Medaillen. Dahinter stehen kontinuierliches Training, qualifizierte Trainerinnen und Trainer, funktionierende Stützpunktstrukturen und eine verlässliche Förderung.

Vom politischen Gespräch auf die Judomatte

Dass Petersdotter dem Judosport bereits seit längerer Zeit mit großem Interesse verbunden ist, machte er anschließend auch auf seinem Instagram-Profil deutlich. Seine Begeisterung sei insbesondere durch die Olympischen Spiele 2024 in Paris noch einmal gewachsen.

In Tarp blieb es für ihn allerdings nicht beim Zuschauen. Beim gemeinsamen Training konnte er selbst erleben, welche körperlichen und koordinativen Anforderungen Judo stellt. Gleichzeitig lernte er eine weitere Seite unserer Sportart kennen, die für den JVSH mindestens ebenso wichtig ist wie der sportliche Erfolg: die Werte des Judos.

Petersdotter hob nach seinem Besuch insbesondere hervor, dass im Judo ganz unterschiedliche Menschen miteinander trainieren können und dabei Respekt und ein gutes Miteinander weiterhin einen hohen Stellenwert besitzen.

Genau diese Verbindung aus Leistung, gegenseitigem Respekt und Gemeinschaft prägt den Judosport. Auf der Matte begegnen sich Trainingspartner unmittelbar – unabhängig von Herkunft, Alter oder persönlichem Hintergrund. Fairness, Verantwortung für den Partner und gegenseitige Wertschätzung gehören von Beginn an zur Ausbildung eines Judoka.

Erfolgreicher Judosport aus Schleswig-Holstein

Auch die sportliche Entwicklung des Judo-Verbandes Schleswig-Holstein war Thema des Besuchs. Einen besonderen Erfolg konnte die Landesauswahl zuletzt bei den Finals 2026 in Hannover feiern. Dort erkämpfte sich das Team aus Schleswig-Holstein die Bronzemedaille.

Der Erfolg zeigt, welches Potenzial in den Athletinnen und Athleten aus Schleswig-Holstein steckt und wie wichtig nachhaltige Trainings- und Förderstrukturen für die weitere Entwicklung des Leistungssports im Land sind.

Der Judo-Verband Schleswig-Holstein bedankt sich bei Lasse Petersdotter für seinen Besuch, sein großes Interesse an unserer Arbeit und insbesondere für seine Bereitschaft, selbst mit den Judoka auf die Matte zu gehen.

Der direkte Austausch zwischen Sport und Politik ist für den JVSH von großer Bedeutung. Nur wenn politische Entscheidungsträger einen Einblick in den Trainingsalltag, die Arbeit der Vereine und Stützpunkte sowie die Herausforderungen des Nachwuchsleistungssports erhalten, können die notwendigen Rahmenbedingungen für eine langfristig erfolgreiche Sportentwicklung gemeinsam gestaltet werden.

Bilder: Lasse Petersdotter; Bericht: Andreas Vogel

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